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Eckdaten

Damien Steven Hirst ist ein zeitgenössischer Bildhauer, Maler und Kurator. Seit den 1990er Jahren zählt Hirst zu den bekanntesten Vertretern der Young Bristish Artists. Der Brite setzt sich in seinen Arbeiten mit Themen der Konsumkultur, Religion sowie Leben und Tod auseinander. Erfolg und Bekanntheit erlangte Hirst vor allem durch seine diamentenbesetzten Totenkopfskulpturen sowie seine in Formaldehyd eingelegten Tierkörper.

  • Geboren: 7. Juni 1965
  • Geburtsort: Bristol, England
  • Nationalität: Britisch
  • Studierte: Goldsmiths, University of London
  • Ähnliche Künstler: Jake und Dinos Chapman
  • Epoche: Zeitgenössische Kunst

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Damien Hirst Preise

Künstler: Titel: Preis: Art: Format: Auflage: Handsigniert: Nummeriert: Datum:
Damien Hirst Colour Chart (Glitter) H3 8500 Euro Original Grafik 187.5 x 90 cm 250 Exemplare + 8 AP ja ja 19.07.2019
Damien Hirst Colour Chart H2 8500 Euro Original Grafik 166.7 x 80 cm 250 Exemplare + 8 AP ja ja 19.07.2019

Biografie

Damien Steven Hirst wird am 7. Juni 1965 in Bristol geboren und wuchs als Arbeitersohn in ärmlichen Verhältnissen in Leeds auf. Seine alleinerziehende Mutter hatte es jedoch nicht leicht mit dem jungen Hirst, der mehrfach in Konflikt mit dem Gesetz kam. Auch wenn seine schulischen Leistungen eher dürftig ausfielen, konnte er sich doch erfolgreich im Fach Kunst und Zeichnung hervortun und besuchte die Jacob Kramer School of Art in Leeds.

Hirst entschied sich 1984 nach London zu ziehen. Hier studierte er von 1986 bis 1989 freie Kunst am bekannten Goldsmiths College in London. Schnell erregte er in der Kunstszene Aufsehen. So wurde der Galerist und Kunstsammler Charles Saatchi auf ihn aufmerksam, der ein früher Mäzen Hirsts war. Noch während seiner Studienzeit veranstaltete und kuratierte Hirst die Ausstellung „Freeze“ in einer Lagerhalle des Londoner Hafenviertels, die ihm und den anderen Mitstudenten zu großem Ruhm verhalf und als Geburtsstunde der „Young British Artists“ (YBAs) gilt. 1995 gewann Damien Hirst den renommierten Turner Prize.

Ab den 1990er Jahren beginnt Hirst an seinen bekannten Arbeiten mit Tierkadavern, die er in mit Formalin gefüllten Tanks arrangiert. So war es Hirsts Werk „The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living” (1991), bei dem es sich um einen in einer Vitrine mit Formaldehyd eingelegten Tigerhai handelt, der den Beginn seiner erfolgreichen Künstlerkarriere markiert. Aber auch mit seinen diamantbesetzten monumentalen Totenkopfschädel „For the Love of God“ (2007) konnte sich der Brite in die Kunstschlagzeilen katapultieren. Darüber hinaus ist er auch für seine „Medicine Cabinets“, in denen er Pillen setzkastenartig anordnet, bekannt. In seinen „Spin- and Spots Paintings“ stehen neben dem Seriellen auch die Farbe und Struktur im Vordergrund. So erklärt der Künstler: „I just move colour around on its own. So that’s where the spot paintings come from – to create a structure to do those colours, and do nothing. It is just a way of pinning down the joy of colour.“

Nach einer kreativen Schaffenspause war der Brite 2017 auf der Biennale mit der Ausstellung „Treasures from the Wreck of the Unbelievable“ prominent vertreten. Hier zeigte er eine monumentale Installation aus Skulpturen und anderen Objekte, die der Künstler als Überreste eines fiktiven 2000 Jahren alten Schiffwracks präsentierte. Zuletzt zeigte Hirst 2020 seine aktuellen „Kirschblüten“ -Bilder in einer Einzelausstellung in der Fondation Cartier in Paris.

Schon als Kind und Jugendlicher interessierte sich Hirst für das Morbide. Er besuchte als Jugendlicher oft die Anatomieabteilung der Leeds Medical School, um dort zu zeichnen. So finden sich in seinen Werken Themen wie Tod, Vergänglichkeit, Zerstörung und existentielle Lebensängste, Konsum und Religion wieder. Hirst lädt seine Betrachter ein, die Schönheit und Grausamkeit seiner Arbeiten zu entdecken. Dabei behandelt er diese in einer Mischung aus tiefer Symbolik und dem Ausdruck einer kühlen Ästhetik. Gleichzeitig sind es Ehrfurcht und Ekel, die bei dem Betrachter ausgelöst werden können. Daneben ist es aber auch Hirsts schonungslos unternehmerisch orientierte Kunstauffassung, mit der er für Aufmerksamkeit in der Kunstwelt sorgte. Anstatt seine Arbeiten über eine Galerie zu verkaufen, ließ der Brite 2008 eine komplette Ausstellung bei Sotheby’s versteigern, die Höchstpreise auf dem Kunstmarkt erzielte. Darüber hinaus produzierte der polarisierende Maler und Installationskünstler aber auch Musikvideos und betreibt in London ein Restaurant.

Im Jahr 1993 und 2003 war er Teilnehmer auf der Biennale in Venedig. 2012 widmete ihm die Tate Gallery in London eine vom Publikum regelrecht bestürmte große Retrospektive. Seit den 1980er Jahren werden seine Werke weltweit in über 80 Einzelausstellungen und in über 260 Gruppenausstellungen präsentiert. Hirst, der heute zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Künstlern zählt, lebt und arbeitet im Südwesten Englands, wo er Herr eines großen Ateliers ist.

 

Ausstellungen

  • 23.04.20 – 06.06.20 Tales from the Colony Room: Art and Bohemia – Delasposa Gallery, London.
  • 19.02.20 – 17.05.20 Amuse-bouche. The Taste of Art – Museum Tinguely, Basel.
  • 06.11.19 – 11.01.20 ACCROCHAGE - Galerie Boisserée, Köln.
  • 22.06.19 – 29.09.19 Yorkshire Sculpture International 2019 - Yorkshire Sculpture International, Wakefield.
  • 24.05.19 – 26.08.19 Forever Young - Museum Brandhorst, München.
  • 07.07.18 - 25.08.18 ACCROCHAGE /// DAMIEN HIRST – "Works from Schizophrenogenesis" - Galerie Boisserée, Köln.
  • 23.06.18 – 06.01.19 Democracy Anew?  - PinchukArtCentre Kiew °.
  • 11.05.18 – 30.06.18 Damien Hirst - Colour Space Paintings - Gagosian Gallery, New York.
  • 24.03.18 – 27.05.18 Walking On The Fade Out Lines - Rockbund Art Museum, Shanghai °.
  • 01.03.18 – 14.04.18 Damien Hirst - The Veil Paintings - Gagosian Gallery Beverly Hills.
  • 20.01.18 – 14.04.18 DAMIEN HIRST - Galerie Bastian, Berlin.
  • 23.11.17 – 13.01.18 DAMIEN HIRST. VISUAL CANDY AND NATURAL HISTORY - Gagosian Gallery Hong Kong.

 

Auszeichnungen

  • 1995: Turner Prize.
  • 1995: Prix Eliette von Karajan.

 

Filme

  • Schätze aus dem Wrack der Unglaublichen, Mockumentary von Sam Hobkinson, 90 min, Großbritannien 2017.

 

Literatur

  • Damien Hirst. Gallery Art in a Material World, Ulrich Blanché, Baden-Baden 2018.
  • Damien Hirst.  Arnulf Rainer (Durcheinander), Rudi Fuchs (Hrsg.), Köln 2014.
  • Konsumkunst : Kultur und Kommerz bei Banksy und Damien Hirst, Ulrich Blanché, Bielefeld 2014.
  • Damien Hirst : [Ausstellung Damien Hirst, Tate Modern London, 4. April - 9. September 2012, Ann Gallagher (Hrsg.), München 2012.
  • On the Way to Work, Damien Hirst, Gordon Burn, London 2001.

 

Sammlungen

Deutschland

 

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Spanien

 

Norwegen

 

USA

 

Weblinks

 

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