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Eckdaten

Siegfried Anzinger ist ein zeitgenössischer Maler, Zeichner und Bildhauer aus Österreich, der seit 1997 auch an der Kunstakademie Düsseldorf lehrt. Während seine malerische Handschrift in ihrer Gestik und Expressivität anfangs noch eng mit den „Jungen Wilden“ verbunden scheint, findet Anzinger zu einer unverwechselbaren leichten und verspielten Bildsprache, in welcher sich der Maler bewusst von der Bedeutungsschwere seiner Motive abwendet.

  • Geboren: 25. Februar 1953
  • Geburtsort: Weyer, Österreich
  • Nationalität: Österreichisch, Österreichische Kunst
  • Ausbildung, Studium: Akademie der bildenden Künste Wien
  • Lehrer: Maximilian Melcher
  • Epoche: Zeitgenössische Kunst
  • Stilrichtung: Neue Wilde, figurative Malerei

 

Siegfried Anzinger Preise

Künstler: Titel: Preis: Art: Format: Auflage: Handsigniert: Nummeriert: Datum:
Siegfried Anzinger o.T. I 2.800 Euro Unikat 41 x 29.5 cm   ja nein 06.08.2019
Siegfried Anzinger o.T. II 2.800 Euro Unikat 41 x 29.5 cm   ja nein 06.08.2019
Siegfried Anzinger o.T. III 2.800 Euro Unikat 41 x 29.5 cm   ja nein 06.08.2019

Biografie

Der österreichische Künstler Siegfried Anzinger wird 1953 in Weyer an der Enns in Österreich geboren. Er studierte von 1971 bis 1977 an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Professor Melcher.

In den 1980er Jahren begründete Anzinger die Gruppe der ,,Jungen Wilden“, mit welcher er maßgeblich am Aufbruch der österreichischen Kunstszene verantwortlich war. Während seine Malweise also anfangs eher noch als gestisch und expressiv zu beschreiben ist und er seine Figuren auf verschmiert wirkende Oberflächen setzt, findet er in seinen künstlerischen Arbeiten schließlich zu seiner individuellen Handschrift, die „non-finito“, also unvollendet erscheint und gleichzeitig eine gewisse spielerische Leichtigkeit und Spontanität aufweist. Er malt sanft gezeichnete Figuren und landschaftliche Impressionen, die eine gewisse Ruhe ausdrücken. Darüber hinaus malt der Künstler seit einigen Jahren mit der transparenten Leimfarbe, die, wenn sie einmal aufgetragen wurde, nicht mehr korrigierbar ist und ihm so zu einer großen malerischen und kompositorischen Sicherheit führte. Gefällt dem Maler dennoch ein Werk nicht, so beginnt er von Neuem.

Seit den 2000ern sind es Bildsujets wie Tiere, erotische Darstellungen aber auch biblische Motive wie Schöpfungsgeschichten oder Madonnen, die sich immer wieder motivisch in seinen Bildern und Werken ausfindig machen. Dabei lässt er jedoch symbolische und repräsentative Aspekte außer Acht und mischt Humor mit Absurdität und Ironie mit Provokation. In jüngster Zeit sind es Farbreize und Linienreste aus denen Anzinger neue Formen und Figurationen entstehen lässt.

Seit 1997 lebt Anzinger in Köln und hat eine Professur für Malerei und Grafik an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf inne. Seit 2003 wurde der Maler zudem in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt.

Der Maler kann auf zahlreiche nationale sowie internationale Ausstellungen zurückblicken. Er nahm an der documenta 7 und der Biennale in Venedig teil und gewann darüber hinaus 1985 den Oskar-Kokoschka-Preis. Zuletzt wurde er 2006 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis geehrt. Derzeit lebt und arbeitet der Maler in Köln.

 

Ausstellungen

  • 01.03.20 - 31.01.21 Østerriksk Kunst Fra Sammlung Fürth - Galleri Würth, Hagan.
  • 29.01.20 - 21.03.20 Papierarbeiten IV – Galerie Max Weber Six Friedrich, München.
  • 24.09.19 - 29.09.20 Galerie Elisabeth & Klaus Thoman at PARALLEL VIENNA - Galerie Elisabeth + Klaus Thoman, Wien.
  • 28.01.2019 - 13.10.2019 Siegfried Anzinger. Blick zurück und nach vorn - Museum Würth, Künzelsau-Gaisbach.
  • 09.04.2019 - 09.07.2019 WER KANN DER SOLL - Kunstgruppe Kunstverein Köln.
  • 24.10.2018 - 12.01.2019 Vom Hunger nach Bildern - Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Wien.
  • 25.03.2018 - 30.06.2018 Kaputt - EBENSPERGER RHOMBERG Salzburg.
  • 03.09.2016 - 20.11.2016 Sammlung Opitz-Hoffmann - Kunstsammlung Jena.
  • 23.10.2015 - 21.02.2016 Rabenmütter. Zwischen Kraft und Krise: Mütterbilder von 1900 bis heute - LENTOS Kunstmuseum, Linz.
  • 11.09.2015 - 10.01.2016 Von Hockney bis Holbein. Die Sammlung Würth in Berlin - Martin Gropius Bau, Berlin.
  • 28.04.2015 - 24.10.2015 Die achtziger Jahre in der Sammlung des MUSA - Wien Museum MUSA, Wien.
  • 13.02.2014 - 27.04.2014 Siegfried Anzinger - Kunstforum Wien.
  • 02.07.2013 - 04.01.2014 die siebziger jahre. Expansion der Wiener Kunst - Wien Museum MUSA, Wien.
  • 28.09.2012 - 02.06.2013 Von Kopf bis Fuß. Porträts und Menschenbilder in der Sammlung Würth - Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall.
  • 26.11.2010 - 13.03.2011 Siegfried Anzinger - LENTOS Kunstmuseum, Linz.

 

Auszeichnungen

  • 2006: Kulturpreis des Landes Oberösterreich.
  • 2003: Großer Österreichischer Staatspreis für Bildende Kunst.
  • 1990: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.
  • 1986: Oskar-Kokoschka-Preis, Wien.

 

Literatur

  • Siegfried Anzinger. Blick zurück und nach vorn, Ausstellungskatalog, C. Sylvia Weber (Hrsg.), Künzelsau 2019.
  • Siegfried Anzinger: Zeichnungen, Ausstellungskatalog, Julia Garnatz (Hrsg.), Köln 2015.
  • Siegfried Anzinger, Ausstellungskatalog, Ingried Brugger (Hrsg.), Ostfildern 2014.
  • Siegfried Anzinger: Bilder 2011, Ausstellungskatalog, Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis (Hrsg.), Köln 2011.
  • Anzinger, Ausstellungskatalog, Björn Roth (Hrsg.), Köln 2010.
  • Siegfried Anzinger. Backside Angels, Ausstellungskatalog, Wilfried Dickhoff (Hrsg.), Innsbruck 2005.
  • Siegfried Anzinger: Werke auf Papier 2001-2004, Ausstellungskatalog, Siegfried Gohr & Klaus Thoman (Hrsg.), Köln 2004.
  • Siegfried Anzinger, Ausstellungskatalog, Thomas Kellein (Hrsg.), Bielefeld 2000.
  • Siegfried Anzinger. Bronzen 1985-2000, Klaus Thoman (Hrsg.), Innsbruck 2000.

 

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