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Eckdaten

Arnulf Rainer ist einer der bedeutenden zeitgenössischen Künstler aus dem deutschsprachigen Raum. Der Einstieg in die Kunstwelt war für Arnulf Rainer nicht einfach. Als wohl markanteste Eigenschaft seiner Persönlichkeit ist das stete Streben nach neuen Ausdrucksformen und innovativen künstlerischen Strategien. Damit eckte er oft an und stieß gerade an den beiden Wiener Kunstakademien schnell auf Widerstand, weshalb er beide Schulen nach einigen Tagen wieder verließ.

  • Geboren: 8. Dezember 1929
  • Geburtsort: Baden bei Wien, Österreich
  • Nationalität: Österreichisch
  • Ausbildung und Studium: Akademie der bildendenden Künste Wien, Akademie für angewandte Kunst Wien
  • Epoche: Zeitgenössische Kunst
  • Stilrichtung: Minimalismus, Konzeptkunst, Abstrakte Kunst

 

Arnulf Rainer Preise

Künstler: Titel: Preis: Art: Format: Auflage: Handsigniert: Nummeriert: Datum:
Arnulf Rainer Feuer-Nacht 1.800 Euro Original Grafik 50 x 78 cm 35 Exemplare ja ja 20.11.2019
Arnulf Rainer Das Blau der Nacht 3.000 Euro Original Grafik 65 x 50 cm 35 Exemplare ja ja 20.11.2019
Arnulf Rainer Grauer Himmel 3.100 Euro Original Grafik 61 x 53 cm 35 Exemplare ja ja 20.11.2019
Arnulf Rainer Grünzeug 2.800 Euro Original Grafik 50 x 65 cm 35 Exemplare ja ja 20.11.2019
Arnulf Rainer Lila Maske 3.000 Euro Original Grafik 50 x 60 cm 35 Exemplare ja ja 20.11.2019
Arnulf Rainer Schwarze Strahlen 3.100 Euro Original Grafik 61 x 53 cm 35 Exemplare ja ja 20.11.2019

 

Arnulf Rainer Biografie

Arnulf Rainer wurde am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien geboren. Sein Leben ist geprägt von der ständigen Rebellion gegen die vorherrschenden Kunstauffassungen und Autoritäten. Bereits 1944 stellte er sich gegen die Ansichten seines Kunsterziehers, der von ihm die Arbeit nach naturalistischem Vorbild forderte. Er verließ daraufhin die Schule.

Auf Wunsch seiner Eltern absolvierte er von 1947 bis 1949 ein Studium im Hochbau an der  Bundesgewerbeschule in Villach. Zu Beginn seiner Ausbildung sah er 1947 im Rahmen einer Ausstellung des British Council erstmals die Arbeiten von internationalen Künstlern, wie Francis Bacon und Paul Nash, die ihn in seiner Kunstauffassung bestärkten. Direkt nach seinem Abschluss bewarb er sich an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, an der er noch im selben Jahr aufgenommen wurde. Bereits am ersten Tag an der Akademie geriet er in einen Streit mit dem Assitenten Rudolf Korunka. Als Konsequenz daraus brach er noch am gleichen Tag sein Studium dort ab. Nachdem er kurze Zeit später an der Wiener Akademie für bildende Künste angenommen wurde, verließ er diese wiederum. Dort wurden seine Arbeiten in einem Kurs als "entartet" bezeichnet. Nach diesen Rückschlägen bestritt Rainer seine künstlerische Karriere als Autodidakt. 

Im Laufe der 1950er Jahre bahnte sich Rainer seinen Weg in die zeitgenössische Kunstszene. Inspiriert durch eine Reise nach Paris im Jahr 1951, bei der er unter anderem mit Arbeiten von Jackson Pollock in Kontakt kommt, begann er sich von seinem bislang surrealistischen Stil zu lösen. 1952 folgte seine erste Einzelausstellung in der Zimmergalerie Frenck. Sie gilt heute als die Ausstellung zur Manifestierung des Informel in Europa. Ab 1953 entstanden die ersten ,,Übermalungen“ Rainers, bei denen er zunächst Selbstporträts und eigene Werke, später auch die Arbeiten anderer Künstler übermalte. 

Arnulf Rainer nahm während seiner Karriere an diversen internationalen sowie nationalen Ausstellungen teil. So vertrat er 1978 und 1980 sein Heimatland Österreich bei der Biennale in Venedig. 1968 wurde ihm in Wien bereits eine Retrospektive gewidmet. Es folgten weitere große Einzelausstellungen im Centre Pompidou und im Guggenheim Museum in New York.

Nachdem Studenten sein Atelier gestürmt und einige seiner Arbeiten übermalt hatten, ließ er sich 1995 von seiner Professur an Akademie der bildenden Künste in Wien, an der er seit 1981 Leiter einer Meisterklasse war, freistellen.

Heute gilt Arnulf Rainer als einer der Begründer des Informel und zählt zu den bekanntesten österreichischen Künstler der Gegenwart. Neben zahlreichen Ehrungen in Österreich und Deutschland wurde er 2006 als erster nichtspanischer Künstler mit dem Aragón-Goya Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Enzenkirchen und auf Teneriffa.

 

Sammlungen

Deutschland

 

England

 

Frankreich

 

Niederlande

 

Österreich

 

Schweiz

 

USA

 

Ausstellungen

  • 08.03.2019 - 18.08.2019 Talking Heads - Belvedere, Wien.
  • 25.10.2018 - 10.01.2019 Aus einer Sammlung: Martha Jungwirth & Arnulf Rainer - Galerie Haas, Zürich.
  • 20.10.2018 - 07.04.2019 Power of Language - From the Collections - Museum der Moderne Salzburg.
  • 31.03.2017 - 30.07.2017 ARNULF RAINER. Neue Arbeiten auf Papier - LENTOS Kunstmuseum, Linz.
  • 07.10. 2016 - 15.01.2017 Dancing with Myself. Selbstporträt und Selbst-erfindung - Museum Folkwang, Essen.
  • 24.10.2015 - 01.05.2016 Arnulf Rainer. Pinselrausch - Arnulf Rainer Museum, Baden.

 

Auszeichnungen

  • 2015: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
  • 2014: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich.
  • 2006: Aragón-Goya Preis, Madrid.
  • 2003: Rhenus-Kunstpreis, Mönchengladbach.
  • 1989: Wiener Ehrenmedaille in Gold.
  • 1989: Preis des International Center of Photography, New York.
  • 1981: Max-Beckmann-Preis, Frankfurt am Main.
  • 1978: Großer Österreichischer Staatspreis für Bildende Kunst.
  • 1966: Österreichischer Staatspreis für Grafik.

 

Filme

  • Arnulf Rainer, Kurzfilm von Peter Kubelka, 7min, Österreich 1960.

 

Literatur

  • Maria Lassnig - Arnulf Rainer. Das Frühwerk, Ausstellungskatalog, Hemma Schmutz & Brigitte Reutner (Hrsg.), Köln 2019.
  • Donald Judd, Arnulf Rainer: edges lines, angles curves, Ausstellungskatalog, Rudi Fuchs (Hrsg.), Köln 2018.
  • Arnulf Rainer - Übermaler, Ausstellungskatalog, Cobra Museum voor Moderne Kunst (Hrsg.), Köln 2015.
  • Arnulf Rainer: Malerei, Arbeiten auf Papier, Ausstellungskatalog, Burkhard Leismann (Hrsg.), Ahlen 2015.
  • Markus Lüpertz, Arnulf Rainer - bildende Kunst, Ausstellungskatalog, Arnulf-Rainer-Museum (Hrsg.), Köln 2015.

 

Weblinks

 

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