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Eckdaten

Der Künstler Georg Karl Pfahler wird heute als Hauptvertreter des deutschen Hard Ege bezeichnet. Vom Informelwechselte Pfahler zu einer „formativen“ Kunst. Charakteristisch sind seine Arbeiten, die aus einer reduzierten geometrischen Bildsprache aus klar abgegrenzten homogenen Flächen und Farben bestehen.

  • Geboren: 8. Oktober 1926 
  • Gestorben: 6. Januar 2002
  • Geburtsort: Emetzheim bei Weißenburg, Bayern
  • Nationalität: Deutsch
  • Ausbildung und Studium: Akademie der Bildenden Künste Nürnberg; Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
  • Lehrer: Willi BaumeisterManfred HenningerKarl Hils, Gerhard Gollwitzer
  • Ähnliche Künstler: Heinz Mack, Günter Uecker, Rupprecht Geiger
  • Stilrichtung: Hard Edge, Geometrische Abstraktion

 

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Georg Karl Pfahler Preise

Künstler: Titel: Preis: Art: Format: Auflage: Handsigniert: Nummeriert: Datum:
Georg Karl Pfahler Ohne Titel I 1.100 Euro Original Grafik 90 x 90 cm 90 Exemplare ja ja 16.07.2019
Georg Karl Pfahler Ohne Titel II 1.100 Euro Original Grafik 90 x 90 cm 60 Exemplare ja ja 16.07.2019
Georg Karl Pfahler Ohne Titel III 500 Euro Original Grafik 43 x 61 cm 28 Exemplare ja ja 16.07.2019
Georg Karl Pfahler Ohne Titel IV 690 Euro Original Grafik 58 x 58 cm 120 Exemplare ja ja 16.07.2019
Georg Karl Pfahler Ohne Titel V 690 Euro Original Grafik 60 x 60 cm 100 Exemplare ja ja 16.07.2019

Biografie

Georg Karl Pfahler wird am 08. Oktober 1926 in Emetzheim bei Weißenburg in Bayern geboren. Er verbrachte seine Kindheit auf dem Bauernhof seiner Eltern. Durch einen Zufall lernte er Kunststudenten kennen, die ihn zu einer Bewerbung für ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg inspirierten.

Nach zwei Semestern wechselte Pfahler 1950 an die Kunstakademie Stuttgart. Hier wandte er sich verstärkt der freien Malerei zu. Seine Lehrer waren Gerhard Gollwitzer, Manfred Henninger, Karl Hils und Willi Baumeister. Besonders letzterer hatte großen Einfluss auf Pfahlers Kunst, dessen erste Bilder in ihrer pointilistischen Malweise an das Frühwerk seines Lehrers erinnern. Anschließend nähert sich der Maler „Zentrierten Gemälden“ zu, die in Anlehnung an Barnett Newmans Farbfelder entstehen. Pfahler betrachtet Farbe als Materie, die er auf die Fläche, dem Aktionsfeld, aufträgt.

Zusammen mit Künstlerkollegen, wie Günther C. Kirchberger, gründete Pfahler 1956 die  „gruppe 11“, die sich an Action Painting und Informel orientierte. Jedoch nur zwei Jahre später löste sich der Maler vom Informellen Stil ab. Es entstehen seine ,,formativen“ Bilder, die klar abgegrenzte Flächen aufweisen und aus einem reduzierten Farbspektrum bestehen. Pfahler findet zu seiner individuellen Bildsprache und erforscht vordergründig die Beziehungen zwischen Form, Farbe, Oberfläche und Raum.

In den 1960er Jahren gelang dem Künstler der internationale Durchbruch. Besonders die Ausstellung „Signale“ (1965) in Basel oder die Ausstellung „Painting and Sculpture from Europe“ (1968) trug dazu maßgeblich bei und festigte seinen Ruf als einer der führenden Maler seiner Zeit.

In den 1970er Jahren folgen weitere weltweite Ausstellungen, unter anderem vertritt er zusammen mit Heinz Mack, Günther Uecker und Thomas Lenk Deutschland auf der XXXV. Venedig Biennale. Zudem lässt sich beobachten, dass die Bildformen seiner Arbeiten gestischer werden und er Farbblöcke in minimalistischer Manier vor weiße Hintergründe setzt. Darüber hinaus erhält er Anfang der 1980er Jahre eine Gastprofessur an der Helwan Universität in Kairo und folgt 1984 einer Berufung zum Professor an der Kunstakademie Nürnberg.

In den 1990er Jahren werden Pfahlers Formen dagegen wieder liquider und überlappen sich im Bildraum. Zudem bekommt er 1998 den ehrenvollen Auftrag eines der wichtigsten parlamentarischen Gremien, den Ältestenrats-Saal im Reichstagsgebäude, in Berlin zu gestalten.

Zeit seines Lebens war Georg Karl Pfahlers Hauptthema seiner Kunst die Farbe als alleiniger Träger der Bildidee und gleichzeitig die Entwicklung von Raum und Farbe aus der verwendeten Farbe. Er erhielt für seine künstlerische Arbeit zahlreiche Ehrungen, wie den Preis der Bayrischen Akademie der Schönen Künste München. Der Künstler verstarb 2002 im Alter von 75 Jahren in seinem Geburtsort Emetzheim.

 

Ausstellungen

  • 22.02.2020 - 22.03.2020 „…weggenommen, was zu sehen sein soll“ – Kunstverein Bad Salzdetfurth e.V., Bodenburg.
  • 27.03.2019 - 19.05.2019 Platons Erben – Die Sammlungen im Kunstmuseum Bayreuth - Kunstmuseum Bayreuth.
  • 21.05.2017 - 17.09.2017 Rot kommt vor Rot - Museum Ritter, Waldenbuch.
  • 07.05.2016 - 13.06.2015 Vom Gestus zum Zeichen – Zwischen Informel und Hard Edge - Galerie Schlichtenmaier - Stuttgart.
  • 15.09.2013 - 03.11.2013 The Sixties. Kunst und Kultur der 1960er Jahre in Deutschland - Galerie der Stadt Sindelfingen.
  • 11.05.2013 - 01.09.2013 30 Jahre Sammlung Grauwinkel - Vasarely Museum Budapest.
  • 01.11.2012 - 16.12.2012 THE PRESENCE OF PICTURES. German Painting - NCCA National Centre for Contemporary Arts, Moskau.
  • 05.05.2012 - 01.07.2012 Metamorphosen. Informel und Abstraktion aus der Sammlung Bergmeier Halle/Berlin - Kunstverein Talstrasse, Halle / Saale.
  • 04.11.2011 - 14.01.2012 Schulz - Pfahler: Signs - WAGNER + PARTNER Berlin.
  • 18.08.2011 - 22.01.2012 Phänomen Informel - Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle, Durbach.
  • 03.04.2011 - 29.05.2011 geschenkt – gestiftet – erworben - Kunstsammlungen Chemnitz.
  • 12.03.2010 - 30.05.2010 Minimalism Germany 1960s - Daimler Contemporary, Berlin.

 

Auszeichnungen

  • 1957: Kunstpreis der Jugend des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart.
  • 1972: Kunstpreis der Nationalgalerie Wroclaw.
  • 1975: Kunstpreis der Jugend des Landes Baden-Württemberg.
  • 1984: Goldmedaille der Norwegischen Grafik-Biennale in Fredrikstad.
  • 1992: Kunstpreis der Stadt Stuttgart.
  • 1992: Kunstpreis der Stadt Weißenburg.
  • 1996: Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
  • 1998: Nürnberger Nachrichten Kunstpreis Nürnberg.

 

Literatur

  • Georg Karl Pfahler: Bilder und Objekte, Ausstellungskatalog, Ingrid Mössinger & Beate Ritter (Hrsg.), Leipzig 2001.
  • Georg Karl Pfahler: Wege zur Farbform 1956-1970, Galerie Schlichtenmaier (Hrsg.), Stuttgart 1996.
  • Georg Karl Pfahler. Vom Informellen zum Formativen: Gemälde, Collagen, Zeichnungen 1956-1963, Galerie Schlichtenmaier (Hrsg.), Stuttgart 1991.
  • Lenk Mack Pfahler Uecker. XXXV biennale di venezia padiglione tedesco, Ausstellungskatalog, Dieter Honisch & Museum Folkwang Essen (Hrsg.), Essen, Stuttgart 1970.

 

 

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