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Eckdaten

Als Professor an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf unterrichtete er Persönlichkeiten wie Gerhard Richter, Karl Otto Götz und Joseph Beuys.

  • Geboren: 26. Januar 1908
  • Geburtsort: München, Bayern 
  • Gestorben: 6. Dezember 2009
  • Nationalität: Deutsch
  • Ausbildung und Studium: Kunstgewerbeschule München, Maurerlehre, Staatsbauschule
  • Stilrichtung: Abstrakte Malerei, Architektur

Rupprecht Geiger war als Künstler und Architekt tätig und prägte zahlreiche öffentliche Räume mit seinen Arbeiten. Geiger verstarb im Jahr 2009.

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Rupprecht Geiger Grafik Lithographie Komposition
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Biographie

PRIVAT

Kindheit und Studium

Rupprecht Geiger wurde am 26. Januar 1908 als einziger Sohn des Malers und Grafikers Willi Geiger in München geboren. Durch seinen Vater hatte er von klein auf an eine Verbindung zur Kunst. In München verbrachte der Künstler seine ersten Lebensjahre bis die Familie Geiger umsiedelte. 1923 zogen sie nach Madrid um eine neue Existenz zu gründen, kehrten aber kurz darauf wieder nach München zurück. Geiger lebte in Deutschland, Spanien und zeitweise auch in Italien.

Nach Abschluss seiner Schulausbildung begann Geiger im Jahr 1926 ein Architekturstudium an der Kunstgewerbeschule in München unter der Leitung von Eduard Pfeiffer. Dieses schloss er 1929 ab. In der damaligen Zeit war es üblich, zusätzlich zum Architekturstudium auch eine Lehre zu absolvieren. So machte Geiger zwischen 1930 und 1932 eine Maurerlehre in München. Um seine Interessensgebiete wie Bautechnik und Statik zu vertiefen, hing er an die Lehre noch ein weiteres Architekturstudium an der Staatsbauschule an. Er studierte erneut von 1933 bis 1935.

 

Militärdienst

Im Jahr 1940 wurde Geiger zum Militärdienst einberufen. Da Geiger eine starke Abneigung gegenüber dem Nationalsozialismus hegte, wurde er dem technischen Dienst zugewiesen. Zunächst war er in Landsberg am Lech stationiert, wurde später an die Ostfront nach Polen versetzt und dann nach Wjasma in Russland. Geprägt von den Grausamkeiten des Krieges malte Geiger seine ersten Aquarelle. Um seine Erfahrungen festzuhalten, schrieb er während der Kriegszeit Tagebuch, in dem er auch von den beeindruckenden Farben seiner Umgebung berichtete, die er während dieser Zeit gesehen hatte. Er fertigte Skizzen und Zeichnungen an, um all seine Eindrücke festzuhalten.

Durch gute Kontakte des Vaters, konnte Geiger als Kriegsmaler in der Ukraine arbeiten. Dort malte er weitere Landschaftsbilder und Stillleben. Wenig später wurde er in Griechenland stationiert.

 

Nachkriegszeit und Arbeit als Architekt

1945 nahm er das erste Mal an einer Gruppenausstellung teil. 1949 durfte er als Architekt tätig sein und arbeitete mit seiner Frau Monika bis 1962 als Architektenduo zusammen. Zu Beginn der 1950er Jahre stieg die Popularität von Geiger, auch aufgrund zahlreicher Aufträge den öffentlichen Raum zu gestalten. Unter anderem kreierte er 1951 die Fassade des Münchener Hauptbahnhofs. Zwei Jahre später, 1953 konnte er seine Arbeiten dann in seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Otto Stangl zeigen.

 

Lehrtätigkeit

Geiger wollte zunächst in München als Professor arbeiten, erhielt aber nicht sofort eine Anstellung. Zwischen den Jahren 1965 und 1976 hatte Geiger dann die Professur für Malerei an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf inne. Hier war er Kollege von Künstlern wie Karl Otto Götz, Gerhard Richter und Joseph Beuys.

 

 

KÜNSTLERISCHES WERK

Im Jahr 1949 war Geiger Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 49 in München. Diese Gruppe widmete sich dem Thema des Gegenstandslosen. Im Jahr 1957 kam es jedoch zur Auflösung.

Das Lenbachhaus in München widmete Rupprecht Geiger eine große Retrospektive anlässlich seines 100. Geburtstages.

Am 06. Dezember 2009 starb Geiger mit 101 Jahren. In seinem ehemaligen Atelier befindet sich heute das Archiv Geiger, in dem sein Nachlass verwaltet wird.

 

Sammlungen

Deutschland

 

Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen

  • 04. Oktober 2015 – 10. Januar 2016 Shades of BlackFranz Mark Museum, Kochel

 

Vergangene Ausstellungen

  • 2015 Von Ackermann bis Zabotin. Die Städtische Galerie Karlsruhe zu Gast im ZKM – ZKM, Karlsruhe
  • 2014 Geist und Materie – Kunstvereinein, Ulm
  • 2013 das absolute bild – Kunsthalle Göppingen
  • 2012 Rupprecht Geiger, Shannon Finley. LICHT – Walter Storms Galerie, München
  • 2011 Meisterwerke der Druckgrafik. Von Ackermann bis Warhol – Galerie Janisch, Stuttgart
  • 2010 Rupprecht Geiger – Galerie Walzinger, Saarlouis
  • 2009 SECHZIG JAHRE. SECHZIG WERKE. Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland – Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • 2008 Rot ist Schön – Museum für Gegenwartskunst, Siegen
  • 2008 100 Jahre Rupprecht Geiger – Neue National Galerie, Berlin
  • 2007 Malerei, Serigrafien, Modelle und Collagen aus sieben Jahrzehnten. Retrospektive – Städtische Galerie Lehnbachhaus
  • 2006 Das Bauhaus und seine Folgen 1: Rupprecht Geiger/Norbert Kricke. Die Einheit von Raum und Zeit – Neues Museum, Weimar
  • 2005 Geist und Materie – Mies van der Rohe Haus, Berlin
  • 2003 Die Welt der Zahlen und Buchstaben – Edith Wahlandt Galerie, Stuttgart
  • 2002 BLICKPUNKTE. Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert – Galerie Neher, Düsseldorf
  • 2000 Morgen Rot Abend Rot – Spitalkirche Heiliggeist, Landshut
  • 1999 Die Musik ist wie die Malerei – Galerie Katrin Rabus, Bremen
  • 1998 Rot Gelb Blau – Lehnbachhaus, München
  • 1995 Farbe als Botschaft – Diözesanmuseum, Freising
  • 1994 Rupprecht Geiger – Russisches Museum, St. Petersburg
  • 1992 La couleur est élément: œuvres depuis 1945 – Hôtel des Arts, Paris
  • 1988 Haus der Kunst, München
  • 1985 Retrospektive – Akademie der Künste, Berlin
  • 1982 Druckgrafik und Zeichnungen – Kunsthalle Mannheim
  • 1978 Gemälde und Zeichnungen – Lehnbachhaus, München
  • 1977 documenta 6, Kassel
  • 1975 Element Rot – Museum Folkwang, Essen
  • 1974 Geplante Malerei – Westfälischer Kunstverein, Münster
  • 1968 Aktuelle Kunst der 60er Jahre – documenta 4, Kassel
  • 1966 Gemälde und Zeichnungen von 1956 bis 1966 – Haus am Waldsee, Berlin
  • 1964 Das grafische Werk – Stadthalle Wolfsburg
  • 1960 Galleria La Medusa, Rom
  • 1957 Peintures – Galeire Iris Clert, Paris
  • 1956 Galerie Samlaren, Stockholm
  • 1955 Glanz und Gestalt. Ungegenständliche Deutsche Kunst – Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden
  • 1953 Bilder – Galerie der Spiegel, Köln

 

Auszeichnungen

  • 1992 8. Rubenspreis der Stadt Siegen
  • 1988 Kunstpreis Berlin, Akademie der Künste, Berlin
  • 1986 Goldmedaille, 8. International Grafik-Biennale, Fredrikstad
  • 1968 Burda-Preis, München
  • 1958 Preis der 1. Triennale Originaldruckgrafik, Grenchen
  • 1951 Domnick-Preis der Staatsgalerie Stuttgart

 

Filme

  • Rupprecht Geiger. Maler, Tilman Urbach/Archiv Geiger, München 2010.
  • Rupprecht Geiger. Videoportrait, Bernhard Dörries, Deutschland 1984, ’45.

 

Literatur

  • Rupprecht Geiger. Maler, hrsg. von Archiv Geiger, München 2010.
  • 100 Jahre Rupprecht Geiger, Ausstellungskatalog, Neue Nationalgalerie Berlin, Berlin 2008.
  • Die Einheit von Raum und Zeit. Rupprecht Geiger, Ausstellungskatalog, Klassik-Stiftung Weimar, Weimar 2006.
  • Rupprecht Geiger, Ausstellungskatalog, Lehnbachhaus München, München 2007.
  • Rupprecht Geiger. Geist und Materie, Ausstellungskatalog, Mies-van-der-Rohe-Haus Berlin, München 2005.
  • Rupprecht Geiger. Gemälde und Objekte, hrsg. von der Rupprecht-Geiger-Gesellschaft, München 2003.
  • Schwarz und Rot. Zur Autonomie der Farbe, Roland Bothner, Mössingen-Talheim 1999.
  • Rupprecht Geiger, Ausstellungskatalog, Russissches Museum St. Petersburg; Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Ostfildern 1994.

 

Weblinks

 

News