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Eckdaten

Gerhard Hoehme war ein Maler, Zeichner, Grafiker, Objektkünstler und Hochschullehrer, der in den 1950er Jahren zu einem stilprägenden Vertreter des Informel wurde und zu den ersten Konzeptkünstlern Deutschlands zählte.

  • Geboren: 5. Februar 1920
  • Geburtsort: Greppin, Deutschland
  • Gestorben: 29. Juni 1989
  • Nationalität: Deutsch, Deutsche  Kunst
  • Ausbildung, Studium: Kunstschule Burg Giebichenstein, Kunstakademie Düsseldorf
  • Lehrer: Herbert Post, Otto Coester
  • Ähnliche Künstler: Karl Otto Götz
  • Epoche: Moderne Kunst
  • Stilrichtung: Informel, Lyrische Abstraktion

Gerhard Hoehmes Werke sind von einem experimentellen Charakter sowie einer gestisch-spontanen Malerei geprägt. Er nutzte oft ungewöhnliche Bildformate und Materialien, wie Holz, Draht oder Plastikschnüre, die aus seinen Bildern heraustraten. Darüber hinaus sprengte er mit dem Einbezug von Text- und Schriftelementen in seine Abstraktionen die Grenzen des Informel.

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Gerhard Hoehme Preise

Künstler: Titel: Preis: Art: Format: Auflage: Handsigniert: Nummeriert: Datum:
Gerhard Hoehme o.T. I 8000 Euro Unikat 56.5 x 76 cm   ja nein 06.08.2019
Gerhard Hoehme o.T. II 8000 Euro Unikat 56.5 x 76 cm   ja nein 06.08.2019
Gerhard Hoehme o.T. III 8000 Euro Unikat 56.5 x 76 cm   ja nein 06.08.2019

Biografie

Gerhard Hoehme wird am 5. Februar 1920 in Greppin bei Dessau geboren. Nach einer Lehre zum Bankkaufmann war Hoehme zunächst als Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg tätig. Seine Begeisterung für die Fliegerei und die Tendenz, die Dinge von oben zu betrachten, sei später in viele seiner Werke eingeflossen.

Für einige Zeit befindet sich Hoehme in amerikanischer Gefangenschaft. Er entschließt sich danach ab 1948 an der Kunsthochschule in Burg Giebichstein in Halle an der Saale zu studieren und wechselt 1952 an die renommierte Kunstakademie Düsseldorf, wo er beim Grafiker Otto Coester lernte. Die Frühwerke seiner Studienzeit orientieren sich noch stark am französischen Tachismus.

Dann trifft er auf den Galeristen und Kunstkritiker Jean-Pierre Wilhelm, der ihn mit Jean Fautrier und Jean Debuffet bekannt machte. Seitdem verpflichtet sich der Maler auch einer informellen Malerei. Er gründet mit Wilhelm die „Galerie 22“, durch die ein intensiver Austausch zwischen Musikern, Literaten und Künstlern des Informel stattfinden konnte. Zudem wird Hoehme führendes Mitglied der Düsseldorfer Kunstvereinigung „Gruppe 53“.

Ab 1957 entwickelt Gerhard Hoehme seinen künstlerischen Stil weiter, indem er an die Tradition der „shaped canvas“ anknüpfte und nicht nur ungewöhnliche Bildformate nutzte, sondern seine Farben miteinander vermischte, um ihre räumlichen Strukturen zu erforschen. 1959 nimmt der Maler an der documenta II in Kassel teil und wird 1960 mit dem Preis der Villa Massimo in Rom geehrt, wo er Künstler wie Cy Twombly, Robert Motherwell oder Alberto Burri kennenlernt. Fasziniert von der italienischen Lebensart, bezog er ab 1963 in Nemi seinen Zweitwohnsitz.

Zwischen 1960 und 1984 lehrt Hoehme als Professor der freien Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie. Zu seinen bekanntesten Schülern gehörten Chris Reincke oder Sigmar Polke. Zudem setzt sich der Maler durch die Kombination vom Raumelementen und bemalter Fläche mit der Dreidimensionalität in seiner Kunst auseinander. Neben klassischen Malereien entstehen nun auch Raumobjekte, in denen er verschiedene Materialien integriert. In den folgenden Jahren schuf er seine „Schnittmusterbögen“ sowie seine ersten „Damastbilder“. Darüber hinaus veröffentlichte er diverse Texte, wie sein Manifest der Relationen oder „Wegzeichen im Unbekannten“.

1974 zieht Gerhard Hoehme nach Düsseldorf Neuss-Selikum um, wird 1984 an die Akademie in Berlin gerufen und erhielt 1984 an der Universität Gießen die Paul-Klee-Professur. 1989 verstarb der Abstraktionskünstler in Neuss.

Seine Ehefrau rief 1998 die Gerhard und Margarete Hoehme-Stiftung mit Unterstützung des Düsseldorfer Kulturdezernenten ins Leben, die den Nachlass des Malers wissenschaftlich und restauratorisch betraut. Aus Anlass des 100. Geburtstags Hoehmes richtete die Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf dem Maler 2020 eine große Retrospektive aus.

 

Ausstellungen

  • 06.02.20 – 26.04.20 Gerhard Hoehme – Retrospektive - Kunstakademie Düsseldorf & Akademie-Galerie, Düsseldorf.
  • 18.01.20 – 29.02.20 GERHARD HOEHME - UNTERWEGS. Bilder, Papierarbeiten, Objekte - Galerie Georg Nothelfer, Berlin.
  • 30.06.19 – 04.08.19 DIE GROSSE 2019 - DIE GROSSE KUNSTAUSSTELLUNG NRW DÜSSELDORF.
  • 25.05.19 – 01.03.20 gestalten - ein Jahrhundert abstrakte Kunst im Westen - Kunsthaus NRW Kornelimünster, Aachen.06.04.19 – 11.09.19 Negativer Raum - ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.
  • 30.05.19 – 04.09.19 DIE GROSSE 2019 - DIE GROSSE KUNSTAUSSTELLUNG NRW DÜSSELDORF.
  • 10.11.17 – 20.01.18 STRANGE BEAUTY - BECK & EGGELING INTERNATIONAL FINE ART Düsseldorf.
  • 16.09.17 – 28.10.17 Gerhard Hoehme - Zwischen Ding und Raum / Between Thing and Space - Galerie Georg Nothelfer, Berlin.
  • 16.09.17 – 04.02.18 Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945 - Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle, Durbach.
  • 16.09.17 – 31.10.17 Deutschland 8 – German Art in Beijing - CAFA Art Museum, Beijing °.
  • 23.04.16 – 14.05.16 Gerhard Hoehme - Galerie Peter Zimmermann, Mannheim.
  • 12.10.14 – 25.01.15 Gerhard Hoehme: Der Ätna-Zyklus - Saarlandmuseum - Moderne Galerie & Studiogalerie, Saarbrücken.

 

Literatur

  • Gerhard Hoehme – Epiphanie des Informel, Ulrich Schumacher, Rouven Lotz (Hrsg.), Dortmund 2018.
  • Gerhard Hoehme, Der Ätna-Zyklus, Roland Mönig (Hrsg.), Ausst.-Kat. Saarlandmuseum, Moderne Galerie, Saarbrücken 2014.
  • Gerhard Hoehme. Relationen. Texte, 1952-1987, Gottfried Boehm & Susanne Rennert (Hrsg.), Köln 2011.
  • Gerhard Hoehme, Aquarelle, Ausst.-Kat. Kunstverein „Talstrasse“, Halle/Saale 2005.
  • Gerhard Hoehme. Catalogue Raisonné, Margarete Hoehme & Dieter Ronte & Christoph Schreier (Hrsg.), Ostfildern-Ruit 1998.
  • Egon Heuer, Gerhard Hoehme, Die Druckgrafik, Wolfgang Zemter (Hrsg.), Märkisches Museum der Stadt Witten, Witten 1992.
  • Gerhard Hoehme 1948-1983. Notizen zu Werk, Zeit und Person. Mit einem Vorwort von Giulio Carlo Argan, Hans Peter Thun,  Stuttgart 1983.
  • Gerhard Hoehme, Werk und Zeit 1948-1983, Guilio Carlo Argan, Hans Peter Thurn, Stuttgart/Zürich, 1983.

 

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