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Eckdaten

Hans Hartung war deutsch-französischer Maler und Grafiker, der zu einem der wichtigsten Vertreter der Informellen Kunst Europas zählt. Hans Hartung begann sein Studium 1924 an der Universität Leipzig in Philosophie und Kunstgeschichte, wechselte aber später an die Akademien der Bildenden Künste in Leipzig und Dresden.

  • Geboren: 21. September 1904
  • Geburtsort: Leipzig, Sachsen
  • Gestorben: 8. Dezember 1989
  • Nationalität: Deutsch/ Französisch
  • Studierte: Universität Leipzig, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Lehrer: Max Doerner
  • Ähnliche Künstler: Antoni Tapies, Sam Francis
  • Epoche: Postmoderne, Zeitgenössische Kunst
  • Stilrichtung: Informelle Kunst

1932 zog er nach Paris, wo er namhafte Künstler wie Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Joan Miró und Alexander Calder kennenlernte.

 

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Hans Hartung Preise

Künstler: Titel: Preis: Art: Format: Auflage: Handsigniert: Nummeriert: Datum:
Hans Hartung O.T. (Explosion) 3900 Euro Original Grafik 45 x 57 cm 90 Exemplare ja ja 07.08.2019
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Biografie

Hans Hartung wird am 21. September 1904 in Leipzig geboren. In Dresden besuchte er das humanistische Gymnasium, dass er mit dem Abitur abschloss. Schon während seiner Zeit als Schüler wandte sich der junge Hartung der abstrakten Malerei zu. Er begann zunächst ein Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität in Leipzig. Inspiriert und beeindruckt von den Werken Wassily Kandinskys wechselte er nur ein Jahr später an die Akademien der Bildenden Künste in Dresden und Leipzig. 1928 bildete sich Hartung bei dem Maler Max Doerner weiter. In dieser Zeit ist es für den Maler das Zufällige, von dem er sich in seinen Werken leiten lässt. Darüber hinaus ist es die Untersuchung des Spannungsverhältnisses von Farbfläche und Linie, die der Künstler in seinen zeichenhaften und spontanen Kompositionen aus Linien zum Ausdruck bringt.

1929 heiratete Hartung die norwegische Malerin Anna-Eva Bergmann. Da sich die Schwiegermutter des Künstlers jedoch vehement gegen diese Beziehung aussprach, trennte sich das Paar nach nur kurzer Zeit wieder. Nach dem sich der Maler für eine längere Zeit auf der Insel Menorca aufhielt, siedelte er 1932 nach Paris. Dort trifft er Künstler wie Piet Mondrian, Alexander Calder oder Joan Miró und beteiligt sich an den Ausstellungen im „Salon des Surindépendants". Darüber hinaus nahm sich der Bilderhauer Julio González dem jungen Künstler an. 1939 heiratete Hartung dessen Tochter Roberta. Im selben Jahr trat er der Fremdenlegion bei. Nach mehreren Gefangenschaften wurde er 1944 bei einem Einsatz im Elsass so schwer verletzt, dass man ihm das rechte Bein amputieren musste.

Nach dem Krieg erlangte der Maler 1946 die französische Staatsbürgerschaft, wurde in die Ehrenlegion aufgenommen und begann wieder mit seinen künstlerischen Arbeiten. Während einer Retrospektive seines Schwiegervaters trafen sich Hartung und Ann-Eva Bergmann wieder. Sie beschlossen ein zweites Mal zu heiraten. Die Ehe hielt bis zu ihrem Tod.

Nach Hartungs kriegsbedingter mehrjähriger Malpause, konnte er sich zu einem der wichtigsten Vertreter des Informel entwickeln. Es entstehen Arbeiten aus kalligrafischen Bündeln aus Linien, die sich überlagern und die er neben schwebende Farbfelder stellt. Ab 1949 nimmt er Maler an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen in Basel, Brüssel, Paris oder München teil. 1956 ehrt man ihn mit dem Prix Guggenheim und er wird als außerordentliches Mitglied an die Akademie der Künste in Berlin berufen.

1960 erhält der Maler den Großen Internationalen Preis der Malerei auf der Venedig Biennale. In den nachfolgenden Jahren entstehen Arbeiten aus monochromen Farbflächen. Durch eine Reihe von parallelen eingeritzten Rillen, kommt den Werken auch eine gewisse plastische Qualität hinzu. Es ist besonders sein Umgang mit dem Intuitiven und Zufälligen, den er in seinen Grafiken und Malereien nun zu einer Perfektion heranreifen ließ. So verwendete er Spritzpistolen oder Gummipeitschen, die er mit Farbe auf seine Leinwände warf. Mit seiner gestischen Bildsprache wird Hartung einer der bedeutendsten Vertreter des Informel.

1972 ließ sich der Maler in Antibes nieder. 1976 veröffentlicht Hans Hartung sein  „Autoportrait“ und wird ein Jahr später Mitglied der Académie des Beaux-Arts. 1981 ehrt man ihn mit dem Oskar-Kokoschka-Preis. Am 8. Dezember 1989 verstirbt der Maler.

Vier Jahre nach Hartungs Tod wurde die Fondation Hartung-Bergmann im ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des Paares gegründet, die ihre Arbeiten ausstellt und den Nachlass verwaltet, der Tausende von Gemälden, Zeichnungen und Fotografien umfasst.

 

Ausstellungen

  • 14.02.20 – 01.06.20 Unsere Gegenwart – Museum für Gegenwartskunst Siegen.
  • 06.11.19 – 11.01.20 ACCROCHAGE - Galerie Boisserée, Köln.
  • 11.10.19 – 01.03.20 Hans Hartung. La fabrique du geste - Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris.
  • 26.01.19 – 18.05.19 FROM GESTURE TO FORM - Peggy Guggenheim Collection, Venedig.
  • 04.11.18 – 06.01.19 Pierre Soulages – Noir / Lumière - LUDWIGMUSEUM Koblenz.
  • 24.05.18 – 19.08.18 HANS HARTUNG. Malerei als Experiment - Werke von 1962-1989 - Kunstmuseum Bonn.
  • 17.01.18 – 17.02.18 Hans Hartung - Simon Lee, London.
  • 12.01.18 – 17.05.18 HANS HARTUNG - NAHMAD CONTEMPORARY New York.

 

Auszeichnungen

  • 1957: Rubenspreis der Stadt Siegen.
  • 1960: Großer Internationaler Preis der Malerei, Venedig Biennale.
  • 1967: Ernennung zum Kommandeur des Ordens des Arts et des Lettres.
  • 1967: Ehrenpreis auf der VII. Internationalen Biennale der Graphik in Ljubljana.
  • 1968: Ernennung zum Kommandanten der Ehrenlegion.
  • 1970: Grand-Prix des Beaux-Art de la Ville de Paris.
  • 1976: Ehrenbürger der Stadt Antibes.
  • 1981: Träger des Oskar Kokoschka-Preises der Republik Österreich.
  • 1984: Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.
  • 1984: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern.
  • 1985: Großes Abzeichen der Zweitausendjahrfeier der Stadt Paris.
  • 1987: Ehrenbürger der Stadt Belfort.
  • 1988: Ehrenbürger der Gemeinde von La Gaude.
  • 1989: Grand Officier de la Légion d'Honneur.

 

Literatur

  • Hans Hartung - Malerei als Experiment : Werke von 1962-1989, Christoph Schreier (Hrsg.), Köln 2018.
  • Hartung und die Fotografie, Eva Schmidt (Hrsg.), München 2016.
  • Hans Hartung, Galerie Fahnemann (Hrsg.), Berlin 2007.
  • Hans Hartung, spontanes Kalkül, Hans-Werner Schmidt (Hrsg.), Bielefeld 2007.
  • Hans Hartung, so beschwor ich den Blitz. Arbeiten auf Papier 1922 – 1938, Museum Ludwig (Hrsg.), Köln 2004.

 

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