Hotline 030 47 38 78 45

Eckdaten

Josef Albers war ein deutscher Maler, Fotograf, Designer und Kunsttheoretiker. Während sich Albers in seinen Bauhaus-Jahren vor allem den Entwürfen von Möbeln und Gebrauchsgegenständen sowie der Glasmalerei widmete, beginnt er nach seiner Emigration in die USA zu malen. Bekannt ist er vor allem für seine abstrakten Quadratbilder, in denen er sich mit der Wirkungsweise von Farbe auseinandersetzt. Heute gilt er neben Victor Vasarely als wichtiger Webereiter der Op-Art und Farbfeldmalerei.

  • Geboren: 19. März 1888
  • Geburtsort: Bottrop, Nordrhein-Westfalen
  • Gestorben: 25. März 1976
  • Nationalität: Deutsche Kunst, Amerikanische Kunst
  • Ausbildung und Studium: Berliner Akademie, Kunstgewerbeschule Essen, Münchener Akademie, Bauhaus Weimar
  • Lehrer: Thorn-Prikker, F. v. Stuck
  • Ähnliche Künstler: Victor Vasarely
  • Epoche: Moderne Kunst
  • Stilrichtung: Op Art, Minimalismus

 

Josef Albers Preise

Künstler: Titel: Preis: Art: Format: Auflage: Handsigniert: Nummeriert: Datum:
Josef Albers Ives-Sillman Vice Versa II 3.800 Euro Original Grafik 80 x 47 cm  100 Exemplare ja ja 10.07.2019
Josef Albers Tuscany 4.900 Euro Original Grafik 43 x 43 cm 200 Exemplare ja ja 01.04.2020

 

Biografie

Josef Albers wird am 19.03.1888 in Bottrop geboren. Er begann 1905 zunächst eine Ausbildung zum Volksschullehrer. Diese Tätigkeit übte er einige Jahre aus, bis er zwischen 1919 und 1920 Schüler in der Klasse von Franz Stuck am Königlich-Bayerischen Akademie der Bildenden Künste in München wird. Er führte sein Studium anschließend am Bauhaus in Weimar weiter, wo er Vorkurse bei Johannes Itten besuchte und in der Glasmalereiwerkstatt tätig war. Der Direktor des Bauhauses, Walter Gropius, berief ihn 1923 in das Kollegium der Schule. 1925 heiratete er nicht nur seine Frau Anni Albers, er wurde er auch zum Jungmeister berufen. Bis zur Auflösung des Bauhauses war er Leiter des Vorkurses und Lehrer für Zeichnen und Schrift. In dieser Zeit entwickelte er eine richtungsweisende Kunstpädagogik.

Unter dem Druck des nationalsozialistischen Regimes emigrierte Albers nach der Schließung des Bauhauses zusammen mit seiner Ehefrau Anni in die USA. Hier lehrte er am Black Mountain College in North Carolina. Robert Rauschenberg und Cy Twombly gehörten zu seinen Schülern. 1963 erscheint seine Publikation „Interaction of Color“, die bis heute als einer der einflussreichsten Schriften der modernen Kunstpädagogik gilt.

In den 1950er Jahren leitete er den Fachbereich Design an der Yale-University. Hier zählten Donald Judd und Richard Serra zu seinen Schülern. 1971 ehrte ihn das Metropolitan Museum of Art als ersten lebenden Künstler mit einer großen Retrospektive. Im selben Jahr gründete er zusammen mit seiner Frau die gemeinnützige Organisation „The Josef & Anni Albers Foundation“ zur Förderung der Kunst.

Im Alter von 88 Jahren verstarb der Künstler 1976 in New Haven, Connecticut. Kurz danach öffnete das Josef-Albers-Museum in seiner Heimatstadt Bottrop. Seine Witwe Anni Albers übergab dem Museum viele Werke aus dem Nachlass des Künstlers.

Zu den bedeutendsten Werken Albers gehören heute zum einen die in seiner Bauhauszeit entstandenen Entwürfe für Möbel und Gebrauchsgegenstände sowie seine Glasbilder. Mit seiner Übersiedlung in die USA beginnt eine neue Etappe im Schaffen des Künstlers. Er beschäftigt sich nun mit der Wirkungsweise von Farben, Formen. Flächen und Linien. Bekannt ist er vor allem für seine Serie „Homage to the Square“, die aus mehreren verschieden farbigen und miteinander verschachtelten Quadraten besteht. In dieser Arbeit ging es dem Künstler um die Interaktion von Farben, welche durch eine bloße Gegenüberstellung ihre Wirkung stetig verändern können.

 

Ausstellungen

  • 10.11.19 - 23.03.20 Folklore & Avant-garde - Kunstmuseen Krefeld.
  • 06.11.19 - 11.01.20 The Whole World a Bauhaus – ZKM Karlsruhe.
  • 23.10.19 - 27.01.20 Meeting Points – Centre Pompidou, Paris.
  • 22.09.19 – 12.01.20 Der junge Josef Albers. Aufbruch in die Moderne - Josef Albers Museum, Bottrop.
  • 11.06.19 – 13.10.19 Bauhaus Beginnings – The Getty, Los Angeles.
  • 07.06.2019 - 26.04.2020 Von Albers bis Zukunft - Auf den Spuren des Bauhauses - Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld.
  • 25.05.2019 - 26.10.2019 Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520–1970 - MUMOK, Wien.
  • 08.02.2019 - 28.07.2019 The Bauhaus and Harvard - Harvard Art Museums — Fogg, Busch-Reisinger, Arthur M. Sackler, Carpenter, Cambridge.
  • 09.02.2019 - 28.04.2019 Josef Albers / Donald Judd. Thematic Variations - Montgomery Museum of Fine Arts, Montgomery.
  • 27.07.2018 - 04.11.2018 Josef and Anni Albers - Voyage inside a blind experience - The Glucksman, Cork.
  • 16.06.2018 - 08.10.2018 Josef Albers. Interaction - Villa Hügel, Essen.
  • 19.05.2018 - 03.09.2018 Josef Albers in Mexico - Peggy Guggenheim Collection, Venedig.
  • 03.11.2017 - 18.02.2018 Josef Albers in Mexico - Solomon R. Guggenheim Museum, New York.
  • 04.6. 2017 - 04.02.2018 Artists of Color - MOCA The Museum of Contemporary Art, Los Angeles.
  • 21.10.2016 - 27.05.2017 An Imagined Museum. Works from the Centre Pompidou, Tate and MMK collections - Centre Pompidou-Metz.

 

Auszeichnungen

  • 1958: Verdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland
  • 1964: Medal of the Year des American Institute of Graphic Art, New York.
  • 1967: Award for Painting des Carnegie Institute.
  • 1968: Gewähltes Mitglied des National Institute of Arts and Letters, New York.
  • 1968: Gran Premio "Presidente Frei" der 3. Bienal Americana de Grabadom Santiago de Chile.
  • 1968: Großer Preis für Malerei des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • 1970: Ehrenbürger Bottrop.
  • 1973: Mitglied der American Academy of Arts and Letters.
  • 1974: außerordentliches Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
  • 1975: Medal of Fine Arts des American Institute of Architects in New York.

 

Filme

  • Josef and Anni Albers: Art is Everywhere, Dokumentarfilm von Sedat Pakay, 57 min, USA 2006.
  • Josef Albers: Optische Monographie, Film von Dietrich Mahlow, 40 min, Deutschland 1969.
  • Josef Albers teaching at Yale, Stummfilm von John Cohen, 11 min, USA ca. 1955.

 

Literatur

  • Josef Albers. Life and Work, Charles Darwent, London 2018.
  • Josef Albers. "So ist Kunst ... Erlebnis", Martina Sauer, Wiesbaden 2018.
  • Josef Albers. Interaction, Ausstellungskatalog, Heinz Liesbrock und Ulrike Growe (Hrsg.), Köln 2018.
  • Josef Albers: no tricks, no twinkling of the eyes, Ausstellungskatalog, Tone Hansen and Milena Hoegsberg (Hrgs.), Köln 2014.
  • Josef Albers: Learning to see. Josef Albers as a Teacher, from Bauhaus to Yale, Ausstellungskatalog, mit Texten von Giovanni Iovane, Elisa Nocentini, Gregorio Battistoni, Brenda Danilowitz, Samuele Boncompagni, Roberta Panichi, Michael, Bivange 2013.
  • Malerei auf Papier. Josef Albers in Amerika,  Hans Liesbrock (Hrsg.) Ostfildern 2010.
  • Nur der Schein trügt nicht. Das Sehen als interaktiver Prozess, Silke von Berswordt-Wallrabe (Hrsg.), Bielefeld 2008.
  • Anni und Josef Albers. Begegnung mit Lateinamerika, Brenda Danilowitz, Heinz Liesbrock (Hrsg.), Ostfildern 2007.

 

Eigene Schriften

  • POEMS AND DRAWINGS, Josef Albers, New Haven 2006.
  • Formulation: Articulation, Josef Albers, New York 1972.
  • Interaction of Color – Grundlegung einer Didaktik des Sehens, Josef Albers, New Haven 1963.

 

Sammlungen

Australien

Dänemark

Deutschland

 

Frankreich

Irland

Italien

Japan

Österreich

Ungarn

USA

Weblinks

 

News