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Biographie

PRIVAT

Kindheit und Wehrdienst

Joseph Beuys wurde am 12. Mai 1921 in Krefeld am Niederrhein geboren. Er war Sohn von Joseph Jacob und dessen Frau Johanna Maria Beuys. Kurz nach der Geburt zog die Familie nach Kleve, wo Beuys seine Kindheit verbrachte. Dort besuchte er zunächst die Volksschule, später dann das Humanistische Gymnasium. 

Beuys hatte mit seinen Eltern mehrere Differenzen, da er nicht strikt der römisch-katholischen Erziehung folgte. Seinen ersten Kontakt zur Kunst hatte der junge Beuys bei Plastiken von Wilhelm Lehmbruck. Von diesen angeregt, wollte er Bildhauer werden.

1940 beendete er das Gymnasium mit einem Notabitur und entschloss sich im selben Jahr freiwillig für den Wehrdienst. Zunächst war er Sturzkampfflieger an der Ostfront, dann Fallschirmjäger an der Westfront und später stieg er zum Feldwebel auf. Beuys verpflichtete sich für 12 Jahre als Berufssoldat. Im März 1944 kam es zu einem Flugzeugabsturz, bei dem Beuys leichte Verletzungen erlitt. Laut ihm waren es schwere Verletzungen und die Geschichte wurde zum Mythos. Er erzählte selbst, dass er nach dem Absturz mit tierischem Fett und wärmenden Filz gepflegt wurde. Diese Geschichte erklärte das häufige Verwenden der Materialien Filz und Fett. Der Filz sollte für Schutz und Wärme verstanden werden und das Fett für Leben. Nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 18. Mai 1945 geriet Beuys bis zum 5. August 1945 in Kriegsgefangenschaft. Nach dieser Zeit entstanden seine ersten malerischen, wie auch bildhauerischen Arbeiten.

 

Studium

Im Jahr 1947 wurde Joseph Beuys an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf angenommen. Er begann das Studium in der Bildhauerklasse von Josef Enseling, wechselte aber im zweiten Semester in die Klasse von Professor Ewald Mataré. Während seines Studiums konnte Beuys seinem Lehrer bei zahlreichen Arbeiten assistieren. Der Philosoph Rudolf Steiner bildete in der Klasse von Mataré ein zentrales Diskussionsthema. Als Begründer der Anthroposophie begeisterte er auch Beuys und wurde für diesen mit seiner Schrift Kernpunkte der sozialen Frage zum Wegweiser für Beuys spätere Gedanken zum „Erweiterten Kunstbegriff“ und der „Sozialen Plastik“. 1952 beendete Beuys sein Studium als Meisterschüler.

 

Späteres Leben und Tod

1958 lernte Beuys die Kunsterzieherin Eva-Maria Wurmbach kennen und heiratete sie ein Jahr später. 1961 wurde der Sohn Boien Wenzel geboren. Drei Jahre später folgte die Tochter Jessyka.

Beuys lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Kleve und Düsseldorf. Er starb am 23. Januar 1986 an Herzversagen in seinem Atelier in Düsseldorf.

 

 

ÖFFENTLICHKEIT

Beuys als Lehrer

Joseph Beuys bemühte sich Ende der 1950er Jahre um eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. Jedoch wurde er erst 1961 auf den „Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf“ berufen. Beuys unterrichtete unter anderem Künstler wie Jörg Immendorff, Imi Knoebel, Anselm Kiefer und Inge Mahn. Er fiel schnell wegen seiner aussergewöhnlichen Aktionen und Lehrmethoden auf, welche mit der klassischen Bildhauerei nur noch wenig zu tun hatten. Beuys verbrachte sehr viel Zeit an der Staatlichen Kunstakademie und vertrat die Meinung, dass jeder, der Kunst studieren möchte ohne Hinderungen wie Eignungsprüfungen und Mappen dies auch tun können sollte. So kam es dazu, dass Beuys ein Konzept für eine internationale freie Schule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung der Kunstakademie vorschlug, allerdings ohne Erfolg. 1973 wurde Beuys von der Kunstakademie verwiesen, weil er mit den abgewiesenen Schülern das Sekreteriat besetzte, um deren Aufnahmen zu erzwingen. Zusätzlich wurde ihm die Professur aberkannt, später aber nach verschiedenen Gerichtsverfahren wieder anerkannt. 1974 erhielt Beuys eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 1978 erhielt Beuys ein weiteres Angebot von der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, welches er ablehnte.

Nach mehreren Auseinandersetzungen mit der Kunstakademie durfte Beuys sein Atelier in Raum 3 an der Kunstakademie behalten und gründete dort 1980 die Free University International (FIU).

 

Politisches Interesse

Joseph Beuys hatte ein stark ausgeprägtes politisches Interesse und galt als höchst politisch. Ende der 1960er Jahre gründete er die Deutsche Studentenpartei (DSP). 

Bei der documenta 5 im Jahr 1972 war Joseph Beuys mit seinem Informationsbüro der Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung für die Dauer der documenta täglich (100 Tage) vertreten. Dort erzählte und erörterte er den Besuchern die Idee der direkten Demokratie durch Volksabstimmung und ihre Möglichkeiten der Verwirklichung. Da Beuys das politische System der Bundesrepublik als „kriminell“ empfand, entschied er selbst in die Politik zu gehen. So war er in den 1980er Jahren ein Mitbegründer der Partei Die Grünen. 1980 kandidierte er für die Europawahlen und wurde Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl.

 

Der „Erweiterte Kunstbegriff“

Durch die Theorie des „Erweiterten Kunstbegriffs“ versuchte Beuys das Verständnis von Kunst auszudehnen. Beuys war der Überzeugung, dass jeder Mensch ein Künstler ist und sich somit jeder künstlerisch betätigen kann. Mit dem Begriff des „Erweiterten Kunstbegriff“ ging ebenfalls der Begriff der „Sozialen Plastik“ einher. Nach Beuys´ Vorstellung kann jeder Mensch durch künstlerisches Handeln die Gesellschaft bzw. die Gemeinschaft zum Besseren verändern.

 

Sammlungen

Argentinien

 

Belgien

 

Dänemark

 

Deutschland

 

England

 

Liechtenstein

 

Österreich

 

Schweiz

 

USA

 

Ausstellungen

Vergangene Ausstellungen

Einzelausstellungen

  • 2014 Ich bin ein Sender. Multiples von Joseph Beuys - Pinakothek der Moderne, München
  • 2011 8 Tage in Japan und die Utopie EURASIA - Hamburger Bahnhof, Berlin
  • 2010 Parallelprozesse - Kunstsammlung Nordrhein-Westfahlen, Düsseldorf
  • 2009 Joseph Beuys. Schamane - Kunsthalle Krems
  • 2009 BEUYS. Die Revolution sind wir - Hamburger Bahnhof, Berlin
  • 2009 8 days - Contemporary Art Center, Art Tower Mito, Tokio
  • 2008 Imagination, Inspiration, Intuition - National Gallery of Victoria, Melbourne
  • 2007 Metthew Barney und Joseph Beuys - Deutsche Guggenheim, Berlin
  • 2006 Zeichnungen - Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe
  • 2005 Rodin Beuys - Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main
  • 2004 Plakate - Versicherungskammer Bayern, München
  • 2003 Joseph Beuys in Basel - Museum für Gegenwartskunst, Basel
  • 2001 Wer nicht denken will fliegt raus - Heck-Art-Galerie, Chemnitz
  • 2000 Joseph Beuys und die Straßenbahnhaltestelle - Museum Kurhaus Kleve
  • 1999 Joseph Beuys. Drawings - Dia Center for the Arts, New York
  • 1999 Joseph Beuys Editionen. Sammlung Reinhardt Schlegel - Hamburger Bahnhof Berlin
  • 1998 Postkarten - Museum für Post und Kommunikation, Berlin
  • 1997 Joseph Beuys - Hill Art Center, Seoul
  • 1996 Mit dummen Fragen fängt jede Revolution an - Heidelberger Kunstverein
  • 1994 Philadelphia Museum of Art, Philadelphia
  • 1994 Arena von Joseph Beuys - Kunsthalle Hamburg
  • 1991 Natur, Materie, Form - Kunstsammlung Nordrhein-Westfahlen, Düsseldorf
  • 1989 Joseph Beuys. Fond Sculptures - Dia Art Foundation, New York
  • 1988 Beuys vor Beuys - Akademie der Künste, Berlin
  • 1986 Blitzschlag mit Lichtschein auf Hirsch - Galerie Zwirner, Köln
  • 1984 Musée Cantonal des Beaux-Arts, Lausanne
  • 1983 Bergkönig - Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt a.M.
  • 1981 Arbeiten aus Münchner Sammlungen - Lenbachhaus, München
  • 1980 Stripes from the House of the Shaman - Anthony d’Offay Gallery, London
  • 1979 Zeichnungen - Neue Nationalgalerie
  • 1978 Beuys in Italia - Museo Diego Aragona Pignatelli Cortes, Neapel
  • 1977 The Secret Block - Kunstmuseum Basel
  • 1975 Multiples, Bücher und Kataloge aus der Sammlung Speck - Kunstverein Kassel
  • 1975 Joseph Beuys - Kestner Gesellschaft, Hannover
  • 1974 Joseph Beuys. The Secret Block - Museum of Modern Art, Oxford
  • 1973 Zeichnungen - Galerie Schmela, Düsseldorf
  • 1971 Joseph Beuys. Aktionen - Moderna Museet, Stockholm
  • 1968 Joseph Beuys. Sammlung Karl Ströher - Städtische Kunsthalle, Düsseldorf
  • 1968 Beuys Objecten Tekeningen Schilderijen - Stedelijk van Abbemuseum, Eindoven
  • 1967 Fettraum - Galerie Franz Dahlem, Darmstadt
  • 1985 Joseph Beuys. Ölfarben 1949-1967 - Kunsthaus Zürich
  • 1965 Joseph Beuys... irgendein Strang... - Galerie Schmela, Düsseldorf
  • 1963 Joseph Beuys Fluxus - Haus van der Grinten, Kranenburg
  • 1961 Zeichnungen, Aquarelle, Ölbilder - Museum Haus Koekkoek, Kleve
  • 1953 Plastik.Grafik - Haus van der Grinten, Kranenburg

 

Gruppenausstellungen

  • 2015 Kunst für Alle. Multiples, Grafiken, Aktionen aus der Sammlung Staeck - Akademie der Künste, Berlin
  • 2014 Beuys Brock Vostell - ZKM Museum für Neue Kunst, Karlsruhe
  • 2010 Art of Two Germans - Deutsches Historisches Museum, Berlin
  • 2009 SECHZIG JAHRE. SECHZIG WERKE - Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • 2007 Mythos. Joseph Beuys, Matthew Barney, Douglas Gordon, Cy Twombly - Kunsthaus Bregenz
  • 2001 Biennale di Venezia 49., Venedig
  • 1997 Künstler aus Deutschland - Tschechisches Museum für Bildende Kunst, Prag
  • 1989 Bienal de Sao Paulo 20., Sao Paulo
  • 1988 Zeitlos - Hamburger Bahnhof, Berlin
  • 1987 documenta 8, Kassel
  • 1986 Joseph Beuys, Enzo Cucchi, Anselm Kiefer, Jannis Kounellis - Kunsthalle Basel
  • 1986 Beuys zu Ehren - Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
  • 1982 Zeitgeist - Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • 1982 documenta 7, Kassel
  • 1981 Art Allemagne Aujourd’hui - Musée d’Art Moderne de la Ville, Paris
  • 1980 Biennale di Venezia, 39., Venedig
  • 1979 Bienal de Sao Paulo 15., Sao Paulo
  • 1977 documenta 6, Kassel
  • 1976 Tram Stop I - Biennale di Venezia 37., Venedig
  • 1972 documenta 5, Kassel
  • 1968 documenta 4, Kassel
  • 1969 When Attitudes Become Form - Kunsthalle Bern; Institute of Contemporary Arts, London
  • 1964 documenta 3, Kassel
  • 1947 Junge Ernte - Kunsthalle, Düsseldorf

 

Auszeichnungen

  • 1986 Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg
  • 1984 Ehrenbürger der Stadt Bolognano
  • 1979 Kaiserring der Stadt Goslar
  • 1978 Thorn-Pikker-Ehrenplakette der Stadt Krefeld
  • 1976 Lichtwark-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg

 

Filme

  • Die Revolution sind wir, Claudia Henne/Renate Lieberenz, Deutschland 2008, ’15.
  • Ich denke mit dem Knie. Themenabend Joseph Beuys, Andrea Schurian, Österreich 2001, ’135.
  • Joseph Beuys: Jeder Mensch ist ein Künstler, Werner Krüger, Deutschland 1979, ’54.

 

Literatur

  • Beuys. Die Revolution sind wir, Ausstellungskatalog, Hamburger Bahnhof Berlin, Göttingen 2008.
  • Beuysnobiscum, hrsg. von Harald Szeemann, Dresden 1997.
  • KUNST = KAPITAL. Achberger Vorträge, Joseph Beuys, Wangen 1992.
  • Beuys zu Christus – Eine Position im Gespräch, Friedhelm Mennekes, Stuttgart 1989.
  • Beuys in Amerika, hrsg. von Klaus Staeck/Gerhard Steidl, Heidelberg 1987.
  • Ohne die Rose tun wir’s nicht. Für Joseph Beuys, hrsg. von Klaus Staeck, Heidelberg 1986.
  • Beuys zu Ehren, Ausstellungskatalog, München 1986.
  • Joseph Beuys, Götz Adriani/Winfried Konnertz/Karin Thomas, Köln 1973.

 

Eigene Schriften

  • Joseph Beuys: Reden über das eigene Land, München 1985.
  • Joseph Beuys: Das Modell der Freien Internationalen Bibliothek, Achberg 1977.
  • Joseph Beuys: 1 a gebratene Fischgräte, Berlin 1972.
  • Joseph Beuys: Aktuelle Kunst Hohe Straße Köln, Informationen zu einer Straßenaktion, Köln 1971.

 

Weblinks

 

News