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Eckdaten

Der US-Amerikanische Maler, Grafiker und Bildhauer Roy Lichtenstein gilt als einer der einflussreichsten und innovativsten Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein künstlerisches Schaffen läutete gemeinsam mit dem Werk von Andy Warhol den Beginn der Pop Art-Bewegung ein.

  • Geboren: 27. Oktober 1923
  • Geburtsort: New York City, USA
  • Gestorben: 29. September 1997
  • Nationalität: Amerikanisch
  • Ausbildung und Studium: Ohio State University School of  Fine Arts, Cité Universitaire Paris
  • Lehrer: Hoyt L. Sherman
  • Ähnliche Künstler: Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Robert Indiana, Jim Dine
  • Epoche: Moderne Kunst
  • Stilrichtung: Pop Art

Bekannt ist Roy Lichtenstein seit den 1960er Jahren für seine großflächige Umsetzung von Comic-Zeichnungen. Dabei vergrößert er die für den Zeitungs-Offsetdruck typischen Rasterpunkte und paart sie mit großzügigen Farbflächen. Heute ist er für diese Rasterpunkte und seine Pinselstrich-Arbeiten (,,Brushstrokes“) weltweit berühmt. Seine Werke zählen zu den Ikonen des 20. Jahrhunderts und sind in zahlreichen bedeutenden Kunstinstitutionen auf der ganzen Welt vertreten.

 

Biografie

Roy Fox Lichtenstein wird am 27. Oktober 1923 in New York geboren und wuchs an der Upper West Side von Manhattan auf. Roy zeigte schon früh künstlerische Fähigkeiten: Er zeichnete und malte als Teenager und verbrachte viele Stunden im American Museum of Modern Art. Seine Vorbilder waren neben Pablo Picasso, Claude Monet und Piet Mondrian. Schließlich konnte er seine Interessen an der Parsons School of Design ausbauen, an der er Aquarelluntersicht erhielt. Ab 1940 besuchte er die Art Students League und schrieb sich im selben Jahr an der Ohio State University ein.

Nach seinem Einzug in die Armee 1943 begegnete er während seiner Stationierung in Frankreich den Werken europäischer Meister. Anschließend kehrte der junge Lichtenstein an die OSU zurück, an der er sein Studium mit einem Abschluss in Bildender Kunst beendete und 1949 seinen Masterabschluss erhielt. Neben einer Lehrtätigkeit als Dozent der Fakultät stellte Lichtenstein seine Arbeiten in diversen Ausstellungen aus. In dieser Zeit traf er auch seine zukünftige Ehefrau und Galerieassistentin Isabel Wilson, mit der er zwei Söhne bekam. Von 1951 bis 1957 lebte er mit seiner Familie in Ohio und war als grafischer und technischer Zeichner tätig. Anschließend folgte eine Anstellung an der New York State University Oswego und an der Rutgers University.

Während der Künstler anfangs noch dem amerikanischen abstrakten Expressionismus zugewandt war, findet er in den 1960er Jahren seinen für ihn typischen Stil: Es entstehen erste Zeichnungen in denen Cartoon-Figuren auftauchen, die er in Comic-Heften oder auf Kaugummipapieren findet. Er beginnt großformatige Bilder nach diesen Vorbildern zu malen, dessen Rasterpunkte des Drucks und Sprechblasen er auf die Leinwand überträgt. Anders als Andy Warhol, der für seine Leinwandgemälde Siebdrucke benutze, malte Lichtenstein klassisch mit Hand. Mit diesen Bildern und der Förderung durch seinen Galeristen Leo Castelli gelang dem Maler der internationale Durchbruch. Er brach seine Lehrtätigkeit ab und zog wieder nach New York.

Inspirieren ließ sich Lichtenstein auch durch die Werke der klassischen Moderne, wie von Henri Matisse oder Paul Cézanne. Ab den 1970er Jahren entwirft der Maler monumentale Wandgemälde und wendet sich in den 90er Jahren der Plastik zu. 1995 wurde der Maler mit dem hoch dotierten Kyoto-Preis für sein Werk geehrt. 1996 bekam er von der George Washington University in Washington D.C. einen Ehrendoktor. Ein Jahr später stirbt Lichtenstein 1997 an den Folgen einer Lungenentzündung in seiner Heimatstadt New York.

 

Ausstellungen

  • 20.06.2020 - 23.08.2020 Mapping the Collection – Museum Ludwig Köln.
  • 03.04.2020 - 26.07.2020 Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein – Kulturforum Berlin/ Gemäldegalerie, Berlin.
  • 08.02.2020 - 14.06.2020 Sight Seeing – Kunsthalle Emden.
  • 08.11.2019 - 15.03.2020 Der montierte Mensch / The Assembled Human - Museum Folkwang, Essen.
  • 06.11.2019 - 11.01.2020 ACCROCHAGE - Galerie Boisserée, Köln.
  • 01.09.2019 - 31.12.2019 Westkunst - Ostkunst. A Selection from the Collection - Ludwig Museum - Museum of Contemporary Art, Budapest.
  • 18.05.2019 - 18.08.2019 Frozen Gesture. Gesten in der Malerei - Kunst Museum Winterthur.
  • 09.06.2018 - 22.04.2019 ZERO - Museum of Old and New Art, Hobart.
  • 12.07.2018 - 14.10.2018 A Tale of Two Worlds - Museo de Arte Moderno de Buenos Aires.
  • 09.12.2017 - 21.05.2018 AMERICA! AMERICA! HOW REAL IS REAL? - Museum Frieder Burda, Baden-Baden.
  • 01.11.2017 - 04.11.2018 From the Collection: Artists at Mid to Late Career - The Museum of Modern Art, New York.
  • 21.06.2017 - 19.08.2017 ROY LICHTENSTEIN (Manhattan 1923 – 1997 Manhattan) - Galerie Boisserée, Köln.
  • 09.03.2017 - 18.06.2017 The American Dream - pop to the present - British Museum, London.
  • 19.03.2016 - 24.07.2016 From Kandinsky to Pollock. The Art of the Guggenheim Collections - Palazzo Strozzi, Florenz.
  • 24.02.2016 - 15.05.2016 International Pop - Philadelphia Museum of Art, Philadelphia.
  • 17.09.2015 - 24.01.2016 The EY Exhibition: The World Goes Pop - Tate Modern, London.
  • 11.07.2015 - 18.10.2015 American Icons: Masterworks from SFMOMA and the Fisher Collection - Musée Granet, Aix-en-Provence.
  • 26.06.2014 - 31.01.2015 Roy Lichtenstein: Intimate Sculptures - FLAG Art Foundation, New York.

  

Auszeichnungen

  • 1996: Ehrendoktor in Bildener Kunst von der George Washington University, Washington, D.C.
  • 1995: Kyoto Prize, Kyoto.
  • 1993: Amici de Barcelona Award, L’Alcalde de Barcelona.
  • 1991: Creative Arts Award, Brandeis University.
  • 1979: Ehrendoktor in Bildener Kunst vom Southampton College, New York.
  • 1953: Award for woodcut at Contemporary Printmaking Exhibition, Ohio State University.
  • 1951: Museum Purchase Award, Brooklyn Museum.

 

Filme

  • Roy Lichtenstein. Dokumentation von Chris Hunt, 51 min, USA 1991.
  • Roy Lichtenstein. Porträt, Dokumentation von Michael Blackwood, 43 min, Deutschland 1975.

 

Literatur

  • Roy Lichtenstein: 1923-1997. Die Ironie des Banalen, Janis Hendrickson, Köln 2016.
  • Lichtenstein - posters, Ausstellungskatalog, Jürgen Döring & Claus von der Osten, München, London, New York 2013.
  • Roy Lichtenstein - black & white 1961 - 1968, Ausstellungskatalog, Isabelle Dervaux (Hrsg.), Ostfildern 2011.
  • Roy Lichtenstein: posters and more, Ausstellungskatalog, Christine Vogt (Hrsg.), Oberhausen 2011.
  • Roy Lichtenstein: Kunst als Motiv, Ausstellungskatalog, Gianni Mercurio, Köln 2010.
  • Roy Lichtenstein und Ostasien, Karen Bandlow, Petersberg 2007.
  • Die Parodie im Frühwerk Roy Lichtensteins: Comic-Gemälde 1961-1964, Eva Wattolik, Kromsdorf 2005.
  • Roy Lichtenstein, classic of the new, Ausstellungskatalog, Eckhard Schneider (Hrsg.), Köln 2005.
  • Roy Lichtenstein - Spiegelbilder 1963 - 1997, Ausstellungskatalog, Gerard Hadders (Hrsg.), Ostfildern-Ruit 2000.
  • Roy Lichtenstein, Ausstellungskatalog, Delia Ciuha (Hrsg.), Ostfildern-Ruit 1998.

 

Sammlungen

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